Impfstrategie

Geschätzte Patientinnen und Patienten unseres Ärztehauses

Gleich zu Beginn dieses Schreibens möchten wir uns als Ärztehaus-Team im Namen aller MPA’s und Ärzte bei Ihnen allen recht herzlich bedanken – einerseits für Ihre Treue, andererseits für Ihre Geduld, welche gerade auch in diesen stürmischen und wechselhaften Zeiten immer einmal wieder auf die Probe gestellt wurde. Seien Sie sich gewahr, dass wir zu jeder Zeit der gesamten Coronakrise nur das Wohl unserer Patientinnen und Patienten im Blick hatten und weiter haben werden. Die Anforderungen an uns als Grundversorger waren beträchtlich. Während sich unsere Kollegen in den Spitälern aufgrund unserer Zuweisungen mit immer knapper werdenden Spitalbetten und intensiver werdendem Pflegeaufwand konfrontiert sahen, waren wir als Grundversorger-Praxis damit beschäftigt, die vielen verunsicherten Telefonate und Mails zu beantworten und unseren Kundinnen und Kunden die immer wieder ändernden Vorschriften punkto Teststrategie, Isolation und Quarantäne zu erklären. Daneben mussten zu Hunderten Abstriche durchgeführt und Impfwartelisten angesetzt werden, als noch nicht einmal klar war, wann und wieviel in den Praxen der Grundversorger überhaupt geimpft werden kann. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, ist der administrative und personelle Aufwand zur Durchführung der Impfungen, sei dies während des regulären Praxisbetriebes, als auch an speziellen ‚Impf-Abenden‘, anspruchsvoll und immens – sollte doch auch immer die Maxime gewährt bleiben: „die Gefährdetsten zuerst“. Wenn wir hier bei Einzelnen unter Ihnen auf Unverständnis oder Unmut punkto der ‚Risikoklassifizierung‘ gestossen sind, möchten wir uns an dieser Stelle entschuldigen und Ihnen versichern, dass wir uns im Wissen darum, wie delikat das Thema ist, nach bestem Wissen und Gewissen an die Vorgaben des BAG gehalten haben.

Den Medien konnten Sie entnehmen, dass am 07.04.2021 vier verschiedene kantonale Impfzentren eröffnet worden sind, eines davon in St. Gallen. Unterdessen hat sich gezeigt, dass die Anmeldung und der Impfprozess in diesen Zentren reibungslos und zügig vorwärtsgeht (aktuell wird dort der Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet). Gleichzeitig zeigt sich für uns als Grundversorger anhand der Prognose des Bundes und der Kantone, dass wir den bis Ende April 2021 in Aussicht gestellten Impfstoff alleine zur Durchimpfung unserer Risikopatienten > 65 Jahren brauchen werden. Zudem wurde seitens des Kantons die Empfehlung geäussert, bei langen Wartelisten die Patienten an die kantonalen Impfzentren zu verweisen. Unter all diesen Aspekten haben wir uns entschieden, dass wir alle unsere Patientinnen und Patienten jünger als 65 Jahre, welche sich bei uns zur Impfung angemeldet haben und noch anmelden werden, an die kantonalen Impfzentren weiterverweisen. Damit verbunden ist auch die Absicht sicherzustellen, dass sich auch in Zukunft Risikopatientinnen und -patienten über 65 Jahren, wovon sich auch aktuell noch viele bei uns zur Erstimpfung anmelden, weiter in unserer Praxis impfen lassen können. Wir wollen unserer Maxime treu bleiben „die Gefährdetsten zuerst“ und hoffen auf Ihr Verständnis.

Für alle unter 65 Jahren, die sich beim Ärztehaus auf die Warteliste haben setzten lassen, bedeutet dies, sich unter der Internetseite www.wir-impfen.ch zu registrieren und sich danach dort für einen Impftermin anzumelden. Auch in den Impfzentren müssen die Anmeldungen aktuell noch priorisiert werden, jedoch stehen dort gemäss Prognosen bald deutlich höhere Impfchargen zur Verfügung.

Wir danken und hoffen auf Ihr Verständnis, wünschen Ihnen von Herzen gute Gesundheit und ein etwas sorgenfreieres Jahr 2021.

Herzlich,  

Ihr Ärztehaus-Gossau-Team